Wert, es zu retten

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"Mir fällt da nur eins ein: ihr müsst zur Prinzessin. Nur sie ist in der Lage euch zurück zu schicken." Antwortete sie nun auf die Frage.
"Doch das wird schwer… Es herrscht Krieg. Darakon, der dunkle König, hat ihn begonnen, weil er die Herrschaft über diese Welt will. Unsere Prinzessin stellt sich ihm nun entgegen. Doch sie hat keine Chance. Die Völker haben den Mut verloren und verstecken sich. Sie steht Darakon ganz alleine gegenüber und es läuft alles andere, als gut. Sie wird schwächer und keiner weiß, wieso. Deswegen ist auch der Riss überhaupt erst entstanden. Sie ist zu schwach die Grenze zwischen den Welten länger aufrecht zu erhalten." Sagte Fanny mit bitterer, leiser Stimme.
Die Stimmung war nun noch gedrückter. Krieg? Gab es den kein Fleckchen mehr, an dem es friedlich war?
"Wo finden wir sie?" fragte nun April. Ihre Augen hatten den fröhlichen Schimmer eingebüsst und sie suchte die Nähe der Freunde.
Fanny sah April an.
"Sie ist auf dem Schlachtfeld von Padagon. Dort wird der entscheidende Kampf stattfinden." Antwortete sie. In ihrer Brust kämpfte gerade die Angst gegen ihre Natur: sie wollte den Vieren helfen, nein sie musste sogar, doch sie hatte solche Angst vor dem Krieg und den bösen, dunklen Wesen, die sich dort herumtrieben. Und sie war nur eine Fee, keine große Elfe, mit starkem Elfenstaub. Immer wieder blickte sie in die Ferne, wo es noch friedlich war und dann in die Richtung, aus der sie kam. Zwischendrin blieb ihr Blick an den verlorenen Gestalten der Menschen hängen. Ohne sie würden sie Padagon nie finden. Tief holte Fanny Luft und schloss kurz die hellblauen Augen.
"Ich werde euch den Weg weisen…" sagte sie schließlich.
Die Gesichter der Star Sheriffs erhellten sich leicht. Auf Aprils Zügen erschien ein dankbarer Ausdruck und sie lächelte leicht.
"Wir danken dir!" sagte sie und zwinkerte dem Wesen zu.
"Ja, ja! Schon gut! Dafür haben wir später noch Zeit!" entgegnete Fanny, die von der Dankbarkeit überwältigt war und nun leicht beschämt wirkte.
Mit einem ‚sirr' war sie wieder in der Luft drehte einige Pirouetten, bevor sie wiederkam und sich auf Aprils Schulter niederließ. Ihre süßen Flügelchen, die fast durchsichtig waren, legte sie flach an ihren Rücken.
"Gerade aus bitte!" befahl sie und deutet nach vorne.
Colt lachte herzhaft über den witzigen Anblick, den das weiße, schimmernde Wesen auf Aprils Schulter bot.
"Prinzessin, dir wächst da etwas aus der Schulter!" sagte er und deutete auf Fanny.
April verpasste Colt einen Stoß in die Rippen, der ihn zum Keuchen brachte.
"Benimm dich, Cowboy!" sagte sie streng und auch von Saber erntete Colt böse Blicke. So war er lieber still und wanderte neben den anderen in die Richtung, die Fanny ihnen sagte.
"Bist du auch eine Prinzessin?" fragte Fanny nach ein paar Minuten neugierig nach.
April blickte verdutzt zur Seite, auf ihre Schulter.
"Nein… wie kommst du darauf?" fragte sie Fanny.
"Na, der Grobmotoriker nennt dich doch immer so!" sagte die Fee und blickte irritiert.
"Das ist nur ein Kosename. Also so, wie wenn ich dich ab sofort Flatterfee nenne." Antwortete Colt an Stelle von April.
Fanny lächelte.
"Das hört sich schön an, also darfst du." Lachte sie. "Ihr habt euch mir noch gar nicht vorgestellt!" fiel der Fee auf.
"Oh… Wie unhöflich!" sagte Saber und schimpfte sich selbst für seine schlechten Manieren. Im neuen Grenzland mussten sie sich nie vorstellen, da fast jeder sie kannte. Ramrod hatte aber auch einen verdammt guten Wieder Erkennungswert!
"Mein Name ist Saber Rider. Der Mann mit dem Hut ist Colt, unser Cowboy, das ist Fireball und deine Mitreisegelegenheit hat den süßen Namen April. Zusammen sind wir die Star Sheriffs, eine Kampftruppe, die gegen unsere Feinde, die Outrider, in den Krieg zieht." Stellte Saber sie alle vor. Ramrod ließ er erst einmal weg, denn er wusste nicht, wie er Fanny das hätte erklären sollen.
"Und wir sind dir wirklich zu Dank verpflichtet! Du hast uns gerettet und hilfst uns auch jetzt noch." Fügte er mit einem Zwinkern zu Fanny zu.
Prompt wurde diese Rot. Und bei der weißen Haut, war das Rot sehr auffallend.

Eine Weile liefen sie durch einen dunklen Wald und mehr als einmal mussten sie sich durch dichtes Gebüsch schlagen. Den Himmel hatten sie schon lange nicht mehr gesehen. Der Wald wurde von Meter zu Meter dichter und dunkler.
"Sind wir hier wirklich richtig?" fragte Fireball skeptisch, als er sich gerade versuchte aus einem Dornenbusch zu befreien. Saber kam ihm mit seinem Säbel zur Hilfe. Ohne diesen hätten sie schon vor einer halben Ewigkeit aufgeben müssen, sich durch den Wald zu schlagen.
"Ja, das sind wir!" protestierte Fanny.
"Nur müssen wir versteckt anreisen. Oder wollte ihr alle 2 Meter einem Troll begegnen?" fragte sie giftig nach.
Fireball, mittlerweile von den Dornen befreit, schüttelte den Kopf und grinste entschuldigend. Fanny machte ein zufriedenes Gesicht.
"Weiter!" scheuchte die Fee die Vier. Sie duldete keine Rast. Waren sie zu lange an einem Ort, boten sie den Trollen nur eine Möglichkeit sie zu erschnüffeln.
Also weiter ging die wilde Wanderung durch das Unterholz.