"Und habt ihr was herausbekommen?" fragte Fireball neugierig. Saber nickte
"Ja, es ist zwar nicht viel, aber es dürfte nicht allzu schwer werden, die verwunschenen Jungs zu befreien. Du kennst doch die Outrider und dieser Captain Hook scheint mir auch nicht grad der Schlauste zu sein." Naseweiß begann zu kichern.
"Das ist auch ein großer Vorteil. Bisher gab es nie wirklich sehr bedrohliche Zwischenfälle mit Hook. Aber wenn er sich mit den Outrider verbündet hat, ist er stärker. Zwar nicht viel, aber Peter in seinem Zustand würde nicht gegen ihn ankommen." Nun mischte sich auch Colt ein.
"Sag mal Partner, wo hast du denn April gelassen?"
"Sie wollte nach Peter suchen und mit ihm erst mal alleine sein. Da dacht ich mir, ich nutz die Zeit sinnvoll und sehe mich hier um." Saber nickte.
"Ok, aber wie befreien wir die verwunschen Jungs? Sie wurden an Bord an einen Mast gefesselt. Es sind kaum Wachen zu sehen, aber vorsichtig müssen wir trotzdem sein. Wir konnten nicht feststellen, in wie Fern sie bewaffnet sind oder ob überhaupt Waffen tragen."
"Tja, da sieht man mal, wie dumm die Blechnasen sind. Ohne Waffen rum zu rennen. Ich hab niemanden mit nur einer Waffe gesehen. Sie scheinen sich hier sehr sicher zu fühlen." Gab nun auch Colt hinzu.
"Das könnte daran liegen, dass sie nicht damit Rechnen, dass wir hier hin kommen könnten. Aber was haben sie davon, wenn sie Nimmerland zerstören? Oder erobern?" fragte nun Fireball.
"Ganz einfach Fireball" begann Saber zu erklären. "Nimmerland ist das Land, welches nur aus der Phantasie und der Träume der Menschen besteht. Wenn Nimmerland nicht mehr wäre, wären die Menschen leichter zu bekämpfen, da sie keine Rückzugsmöglichkeit in die Traumwelt hätten."
"Seit wann sind diese Blecheimer denn so schlau geworden?" Colt konnte es nicht glauben, dass die Outrider ganz von alleine auf eine solche Idee gekommen sein sollten.
"Ich könnte mir gut vorstellen, dass Jesse seine Finger da mit ihm Spiel hat. Vergesst nicht, er ist ein Mensch wie wir und die Outrider in ihrer Dimension ja auch. Das ermöglicht ihnen hier her zu kommen." Gab Fireball knapp zurück.
"Wir sollten langsam aufbrechen und in unser Versteck gehen. Es wird bald dunkel." mischte sich nun auch Naseweiß wieder ein. Fireball sah sich erschrocken um und bemerkte, dass es schon begonnen hatte zu Dämmern.
"Ach du Schreck! April macht sich bestimmt schon Sorgen um uns. Also los geht's" und schon lief Fireball vor. Dicht gefolgt von den Anderen.
Nachdem sie einige Zeit gelaufen waren, kamen sie im Versteck von Peter an. Aber es herrschte eine Totenstille. Es war Weit und Breit kein Lagerfeuer zusehen oder irgendein Baumhaus erleuchtet. Fireball bekam Angst. Hatten die Outrider etwa nun auch Peter und April gefangen genommen? Falls ja, wussten die Outrider, dass sie hier in Nimmerland waren und konnten Vorkehrungen treffen. Die Vier teilten sich auf, um die beiden zu finden. Naseweiß flog in Peters Baumhaus um sich dort umzusehen.
"Fireball, komm bitte mal schnell!" schrie Naseweiß plötzlich. Fireball hörte sie rufen und rannte so schnell er konnte in Richtung Baumhaus. Colt und Saber hörte Naseweiß auch und machten sich ebenfalls auf in Richtung Baumhaus.
"Was ist passiert?" fragte Fireball schnaufend, nachdem er das Baumhaus erreicht hatte. Naseweiß zeigte, ohne ein Wort zu sagen, in eine dunkle Ecke. Er sah in die dunkle Ecke und wurde schlagartig schneeweiß im Gesicht. Im gleichen Moment trafen Saber und Colt im Baumhaus ein und sahen, wie ihr Freund wie ausgetauscht in diese dunkle Ecke ging. Sie versuchten festzustellen, was ihn so aus dem Konzept gebracht hatte. Konnte aber nicht wirklich was erkennen, da er genau vor ihnen lief. Ohne was zu sagen warteten sie ab, wie sich Fireball weiter verhalten würde. Fireball ging weiter. Er nahm seine Freunde gar nicht wahr. Er hatte seinen Blick auf die Leblose Person am Boden gerichtet und alles um sich ausgeblendet. Kurz vor der Person blieb er stehen. Seine Freunde hörten, wie er anfing zu weinen. Sie verstanden nicht, was in ihren Freund gefahren war. Fireball fiel zu Boden und hob die Person auf. Unter ihr hatte sich eine große Blutlache ausgebreitet. Colt wollte gerade was sagen, aber Saber stoppte ihn um ihn deutlich zu machen, dass er genau hinsehen sollte, wen Fireball im Arm hielt. Nun gefror es auch Colt das Blut in den Adern. Ganz leise meinte er zu Saber "Bitte Säbelschwinger sag mir, dass das ein Traum ist." Zu seinem Bedauern konnte Saber leider nichts tun, als mit dem Kopf zu schütteln.
"Nein Colt, es ist kein Traum. Es ist die Realität." Sagte er traurig. Plötzlich fing Fireball an hysterisch zu schreien.
"Warum? Warum du? Warum war ich nicht bei dir. Ich sollte doch auf dich aufpassen. Du darfst uns nicht verlassen, hörst du? Wir brauchen dich! Ich brauche Dich." Er machte eine kurze Pause. Dann sagte er mit Tränenerstickter Stimme:
"Ich liebe dich doch. Du kann mich nicht alleine hier lassen." Fireball sackte mit der leblosen April zusammen und begann hemmungslos zu weinen. Auf einmal merkte er, wie eine Hand vorsichtig nach der seinen Griff. Er öffnete vorsichtig seine Augen und blickte in Aprils Augen. Auf seinem Gesicht legte sich ein vorsichtiges Lächeln.
"Ich liebe dich auch." kam ganz leise von April. Fireball schloss seine Arme um sie und umarmte sich vorsichtig. Erneut erschrak er sich, wo er auf einmal eine Hand auf seiner Schulter spürte. Er drehte sich um und blickte in die Gesichter von seinen Freunden. Sie nickten ihm nur zu, drehten sich dann um und verließen das Baumhaus.
"Jetzt reicht es. Befreien wir Peter Pan und die verwunschen Jungs und dann nichts wie nach Hause. Das von eben ist mir doch ziemlich auf dem Magen geschlagen." Gab Colt nur knapp von sich. Saber stimmte ihm zu und sie machten sich auf den Weg zur Jonny Roger. Währendessen überlegte Fireball, wie er an Verbandsmaterial herankäme. April wurde ziemlich schwer am Arm verletzt und die Wunde musste versorgt werden. Naseweiß flog zu Fireball.
"Bedenke Fireball, du bist hier im Land der Phantasie. Wenn du dich ganz fest auf etwas konzentrierst, kannst du fast alles bekommen. Denk daran." Fireball nickte und Naseweiß flog den anderen hinterher. Sie wollte Saber und Colt zur Seite stehen falls es Probleme gab.
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