Glaube, Vertrauen und Feenstaub

Zur Übersicht

Alle nickten, wenn April auch etwas mulmig war. Sie hatte Zweifel ob sie diese Aufgabe bewältigen konnte. Alles was mit Technik zu tun hatte, bereitete ihr keine Probleme. Aber was Gefühle angingen war sie meist zu schüchtern. Fireball bemerkte Aprils Zweifel und nahm sie in den Arm, um sie zu beruhigen. Naseweiß flog derweil auf Sabers Schulter und lies sich dort nieder und beobachtete die beiden mit neugierigen Augen.
"Sind die beiden ein Paar?" fragte die Fee neugierig Saber Rider. Saber schüttelte nur den Kopf und sagte nichts weiter dazu. Nach einigen Minuten lösten sich die beiden und Fireball flüsterte nur
"Du schaffst das schon, meine Kleine." April nickte und auf ihren Lippen legte sich ein Lächeln.
"So ihr Turteltauben, könnten wir dann langsam aufbrechen?" fragte Colt die Beiden. Fireball und April bekamen einen hochroten Kopf, aber nickten zustimmend. Naseweiß hatte alles beobachtet und fragte sich, warum sie kein Paar waren. Aber das würde sie schon noch herausfinden. Sie erklärte nun den anderen was sie zu beachten hatten und verteilte gleichzeitig Feenstaub über die Vier. April war überrascht da ihre Kollegen keine Startprobleme hatte. Aber sie blamierte sich diesmal auch nicht. Es klappte direkt auf Anhieb. Die Lucke von Ramrod öffnete sich und die Fünf flogen Richtung Himmel und folgten Naseweiß.
Nach einiger Zeit konnten sie Nimmerland erkennen. Sie flogen direkt auf dieses zu bis Saber plötzlich meinte:
"Ich würde vorschlagen, wir trennen uns. April fliegt zu Peter und wir Vier sehen uns hier etwas um und versuchen etwas herauszufinden. Was haltet ihr davon?" Naseweiß hatte eine Einwende:
"Also die Idee ist gut, aber die Aufteilung miserabel. Ich würde vorschlagen, Fireball fliegt mit April zu Peter und wir Drei sehen uns hier mal um."
"Das wäre mir auch ganz lieb" schloss sich Fireball Naseweiß an. Saber nickte
"In Ordnung, aber passt auf euch auf. Bis später."
April und Fireball nickten und die Beiden trennten sich von den anderen und flogen auf direktem Weg zu Peter. Während die anderen Drei sich auf den Weg zu Captain Hooks Schiff, Jonny Roger, machten.
Nach kurzer Zeit landeten Fireball und April auf dem Platz, wo April sich von Peter verabschiedet hatte.
"Ich schau mal wo Peter ist und sage ihm, dass wir wieder da sind. Kannst du dich bitte hier mal umsehen ob du irgendwas Auffälliges findest? Aber bitte pass auf dich auf." Fireball nickte April zu.
"Ok, mach ich. Aber sei du bitte auch vorsichtig. So lange wir nichts Genaues wissen, müssen wir sehr aufmerksam sein." Gab ihr Fireball zurück und ohne eine Antwort abzuwarten, drehte er sich um und lief davon, um sich umzusehen.
April sah sich um. Aber konnte nirgends Peter entdecken. Nachdem er auch auf ihr Rufen hin nicht reagierte, ging sie in das Baumhaus, in welches Naseweiß geflogen war, um Peter hallo zu sagen. Leise und vorsichtig betrat sie Dieses und blickte umher. Es war nicht leicht, da das Baumhaus sehr abgedunkelt war. April blieb stehen und hoffe irgendwas zu hören. Mit Erfolg, denn sie vernahm ein ganz leises Wimmern.
"Peter, bist du hier?" aber sie bekam keine Antwort. Also setzte sich April einfach hin und begann von ihrer Mutter zu erzählen. Was für ein wunderbarer Mensch sie gewesen sei, was sie alles so gemacht hatte. Aber ihre Schlussworte waren:
"Peter, sie hat dich nie vergessen und ich glaube fest daran, dass sie sogar jetzt noch an dich denkt." Sie gab den letzten Wörtern extra mehr Bedeutung, da sie wusste, dass genau das Peters größte Angst war. Er hatte Angst, dass Wendy ihn vergessen hatte.
"Meinst du das wirklich?" kam plötzlich aus einer dunklen Ecke.
"Ja Peter, das meine ich so." gab sie nur knapp zurück. Peter begab sich aus seinem Versteck und kam auf April zu. Als April ihn im knapp beleuchteten Baumhaus entdeckte, erschrak sie. Ihre Mutter hatte ihr immer erzählt, dass Peter niemals weinen würde und vor nichts in der Welt Angst hatte. Aber Peters Gesicht war verweint, so als hätte er Tage und Nächte durchgeweint.
"Komm bitte zu mir Peter." Versuchte April ihn zu sich zu locken. Es gelang ihr auch. Er setzte sich vor April. Sie sah ihm genau in seine Augen und konnte die Angst und den Schmerz sehen, den er gerade fühlte. Wie sollte sie nun weiter verfahren? Plötzlich ließ sich Peter auf Aprils Schoß sinken und begann erneut zu weinen, aber er hatte keinerlei Hemmung, es war als sei gerade eine erneute Welt zusammengebrochen. April legte ihre Arme behutsam auf seinen Rücken und versuchte ihn dadurch zu beruhigen.
Währenddessen lief Fireball immer weiter durch Nimmerland, auf der Suche nach irgendwas Auffälligen. Er fand zwar hin und wieder mal ein paar Fußspuren, aber er konnte nichts finden, was zeigen würde, ob sie bewaffnet waren, geschweige denn mit ihren Fluggleitern hier waren. Auf einmal vernahm Fireball einige Geräusche und versteckte sich vorsichtshalber. Er wartete ab, was passierte. Die Geräusche kamen immer näher. Plötzlich standen Personen vor seinem Versteck. Er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte, also blieb er in seinem Versteck. Da hörte er Stimmen, die ihm doch sehr vertraut vorkamen. Er erhob sich und begrüßte seine Freunde.